Besonderheiten beim Handball

Beim Handball steht jedem Team ein Team-Time-out, kurz TTO zu. Diese Auszeit kann jede Mannschaft je Halbzeit einmal nutzen. Diese Besonderheiten des Handballs, also die Auszeit, dauert eine Minute und darf nur in Anspruch genommen werden, wenn die Mannschaft, die das TTO nutzen will, sich in Ballbesitz befindet.

Damit kein wildes Auszeit beantragen statt findet, kann das Time Out nur vom Mannschaftsverantwortlichen, in der Regel ist dies der Teamleiter oder Trainer, beantragt werden. Ihm steht hierfür als Besonderheit eine grüne Karte zur Verfügung, die er dem Zeitnehmer auf den Tisch legen kann. Der Zeitnehmer ist dafür verantwortlich, dass das Spiel unverzüglich unterbrochen wird und der beantragenden Mannschaft ihr Time Out gewährt wird. Während der Auszeit wird die Spielzeit angehalten. Normalerweise besprechen Mannschaften in der Minute kurz taktische Spielzüge oder ändern ihre eigene Spieltatkit ab. In Profiligen werden Time Outs auch gerne zu taktischen Zwecken eingesetzt, damit der Spielfluss vom Gegnerteam unterbrochen wird.

Zwei Schiedsrichter sorgen beim Handball für einen guten Spielfluss und das Einhalten der Regeln. Sie werden abwechselnd als Feldschiedsrichter und als Torschiedsrichter eingesetzt. Es ist besonders wertvoll, dass es zwei Schiedsrichter gibt. Durch den kleinen Ball und das angepasste Feld ist Handball sehr rasant. Somit ist es sehr hilfreich, wenn ein Schiedsrichter sich auf das Feldgeschehen und der andere Schiedsrichter sich auf das Torgeschehen konzentrieren kann. Außerdem können so die verschiedenen Spielsituationen aus verschiedenen Perspektiven gesehen und bewertet werden.

Das Salz in der Suppe des Handballspiels ist die Vielfältigkeit an Wurftechniken, die mit dem Spielverlauf einhergehen. Unter anderem existieren klassische Wurftechniken, die jeder Handballer beherrschen sollte. So ist der Sprungwurf eine der beliebten Wurfvarianten, um bei einem Tempogegenstoß direkt und schnell reagieren zu können. Allgemein unterscheidet man zwischen drei klassischen Wurftechniken.

Der Sprungwurf bietet dem Spieler die Möglichkeit den Ball mit einem Luftsprung in Kombination eines Schlagwurfes gezielt zu werfen. Der Spieler springt dabei mit einem Bein kräftig vom Boden ab, und wirft den Ball. Dieser kann als Ziel das Tor oder einen Mitspieler haben. Dieser Wurf ist der am häufigsten eingesetzte Wurf im Handball und damit auch der wichtigste des Spiels.

Der Schlagwurf wird auch Stemmwurf oder Kernwurf genannt und ist ein Wurf bei dem der Spieler mit mindestens einem Fuß den Boden berühren muss. Der Spieler wirft dabei aus dem Stand und nicht aus der Bewegung.

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Einer der spektakulären Würfe ist der Fallwurf. Er kommt in der Regel im Torraum zum Einsatz, um den Torwart zu überwinden. Beim Fallwurf lässt sich der Spieler nach dem Wurf fallen. Zusammenfassend könnte man auch sagen, dass es sich hierbei um einen Schlagwurf handelt, der aus einer fallenden Bewegung ausgeführt wird. Beim Fallwurf gibt es zwei verschiedene Varianten in seiner Durchführung.

Einmal hat der Spieler die Wahl ob er frontal wirft und fällt. Die zweite Version ist, dass er den Körper während des Falls dreht. Damit entsteht eine entsprechende Körperdrehung.

Das Handballspiel begeistert durch verschieden ausgeführte Würfe und beeindruckt durch seine facettenreichen Varianten. Darunter gibt es auch verschiedene, natürlich erlaubte Tricks, die bei der Ausführung von Würfen eingesetzt werden können. Spieler können den Ball in Form eines Hebers beim Siebenmeterwurf kräftig und zielstrebig ans Ziel bringen. Eine weitere Variante ist so genannter Schlenzer. Dabei handelt es sich um einen zeitverzögerten Hüftwurf. Beliebt ist auch der Kempa-Trick. Dieser wurde vom legendären Spieler Kempa erfunden und ist heute noch eine gängige Wurftechnik. Sehr beliebt sind auch Dreher und Heber, die dem Ball einen entsprechenden Drall geben. So kann dieser verschiedenen Kurven fliegen oder seine Fluggeschwindigkeit verlangsamen. Viel Geschick erfordert der Abknickwurf, welcher jedoch, wenn er beherrscht wird für Überraschungseffekte beim Gegner sorgen kann. Ein Luftdreher hingegen ist ein hervorragendes Mittel, um den angreifenden Gegenspieler auszutricksen und ihm den Schwung zu nehmen.

Alles in Allem ist Handball in Deutschland ein sehr beliebter Sport, der schon von Kindern im Bambinibereich ausgeübt wird. Die Spieltechniken und die Besonderheiten des Handballs entwickeln sich auch heute noch stetig weiter und begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue.